Ein Tag bei Freunden

Ich bin echt froh das ich dieses Wochenende mal endlich fĂĽr mich habe. Auch wenn sich ĂĽber die letzten Wochen hier 4 Laptops von Freunden und Bekannten gestapelt haben -  die repariert werden wollen – dieses Wochenende ist meins!

Darum war auch das erste was ich am Samstag gemacht habe, mal einen Termin nachzuholen der schon lange ausstand. Martin und Sabine besuchen.

Wir haben sehr lecker gefrĂĽhstĂĽckt.

2014308102916

Viel gequatscht, dann zum Mittag noch viel leckerer gegessen und wieder viel gequatscht. Da war der halbe Tag auch schon wieder rum ;) So muss da sein!

War echt mal wieder schön. So lange werde ich nicht mehr Arbeiten, das ich so was nicht mehr wahrnehmen kann.

Rosenmontagszug 2014

Auch dieses Jahr habe ich mich wieder freiwillig mit meinem Freund und Kollegen gemeldet  – zusammen den Wagenengel zu machen.

2014303122939

Der Karnevalsverein hatte das Problem, das am Abend zuvor ein Traktor ausgefallen war. Der Ersatztraktor entsprach nicht den Karnevalszugrichtlinien. Die Reifen waren nicht abgedeckt. Also gab es eine Ausnahmegenehmigung. Die sah vor, nicht nur wie gewohnt an jeden Reifen einen Wagenengel zu stellen.

Wir hatten die Aufgabe vorne Weg die Leute bei Seite zuschieben und zu schauen das die Wagenengel an ihrem Posten bleiben und keiner unter die Reifen gerät.

Das auf dem Foto war nur der kleine vordere Reifen………

2014303124739

Mit den Reifen war nicht zu spaĂźen und unsere Aufgabe bitter ernst.
3 Stunden hieß überall seine Augen zu haben und alle bei Seite zu bolzen schieben, was nicht unter den Reifen gehört …… Adrenalin pur!

Als dank habe ich mir an jeder Ferse eine fette blase gelaufen. Grrr…..
Derzeit Humple ich durch die Gegend …..
Es ist aber sonst alles glatt gelaufen. Es war trocken und die Leute gut drauf.

FĂĽr mich endete hier der Karneval 2013/14.

Nächste Session überlege ich evtl. mal wieder selber etwas zu feiern, statt zu arbeiten.
Mal schauen.

Nichtraucherschutzgesetz – Totaler Quatsch!

Was ich für den größten Schwachsinn halte, ist das Nichtraucherschutzgesetz.

Ich bin seit 2005 Nichtraucher und finde es gut, endlich mal Rauchfrei in Clubs und auch auf Veranstaltungen sein zu können.

Sofern ich es richtig verstanden habe, dient es nicht nur zum Schutz von Nichtrauchern, sondern auch zum Schutz von Angestellten – welche dem ständigen Passivrauch ausgesetzt sind.

Hat dabei einer an die TĂĽrsteher oder Sicherheitsdienst Mitmenschen gedacht? An die, die vor der TĂĽre stehen?

Ich habe die letzten Woche durch meinen Minijob viel vor TĂĽren gestanden. Und ich wurde richtig durchgequalmt. Ich habe nach jedem Abend gestunken wie ein Aschenbecher.

Da wäre es mir lieber gewesen die Leute hätten drinnen verteilt geraucht, als zusammen vor mir an der Türe ………………….

Die letzte Türe

FĂĽr diesen Karneval war es die letzte TĂĽre an der ich stand.
3800 Gäste auf einer fast ausverkauften Karnevalsveranstaltung.

Es gab viel zu tun, aber die Zeit verging wie im Flug.

Türsteher wäre kein Beruf für mich. Die Lokation befand sich an Kölns größter Partymeile, den Ringen. Wir standen an zwei Türen mit 6 Leuten. Dahinter, also in der ganzen Location noch viel mehr Kollegen.

Je später der Abend, je mehr haben Fremde versucht rein zukommen.

Angefangen von denen, die meinten sie wĂĽrden irgendwen kennen, ĂĽber die – welche mit falschen Stempel versuchten rein zu kommen.

Dann gab es die, die versucht haben einfach durch zu gehen und uns ignorierten.
Und zum Schluss die, die versuchten Ihre Freund kostenlos durchzuschleusen.

Vor der TĂĽre waren immer so 50 Personen die rauchten. Man hatte gar nicht den Ăśberblick wer raus und rein ging. DafĂĽr gab es einen Stempel.

Jeder der raus ging bekam einem und wer wieder rein wollte musste den vorzeigen.
Aus der Erfahrung habe ich gelernt – genau auf den Stempel zu schauen. Bei mir waren es dieses mal ĂĽber 20 Personen – die von irgend einem Club einen Stempel hatten und versuchen mit dem rein zu kommen.

Wir hatten es noch relativ einfach. Ohne Karte kein Einlass. Das haben die meisten verstanden. Es gab noch Tickets an der Abendkasse für 27 Euro. Das war den meisten “Versuchern” zu teuer und trollten sich weg.

Aber wĂĽrde ich genau diese Personen nicht rein lassen, weil mir die nicht passen wĂĽrden (zu betrunken -  passen nicht zur Gesellschaft – sorgen wahrscheinlich fĂĽr Ă„rger) , dann hätte ich es wohl deutlich schwieriger gehabt.
Da merke ich dann, das der “richtige” TĂĽrsteher Job nichts fĂĽr mich ist. Aber muss ja auch nicht.

Was ich nicht verstehe bzw. was an dem Abend für lange Diskussionen geführt hat, waren die Gäste die zum Rauchen die Lokation verlassen haben, sich haben aber keinen Stempel geben lassen. Wir haben so gut es ging, jeden versucht beim raus gehen daran zu erinnern. Aber entweder haben es manche nicht sehen wollen, oder waren zu betrunken. Oder hatten eben keine Karte und versuchten es mit dem Trick rein zu kommen.

3800 Gäste. Rund 50 Personen sind im gehenden Wechsel rein und raus. Da kannst du dir nicht jeden merken.

Was machen in einer solchen Situation? Da geht nicht mehr viel. Als erstes habe ich nach dem Garderoben Bon gefragt. Wenn der nicht vorhanden war – dann gab es noch die Möglichkeit mir ein Foto auf dem Handy zu zeigen – welches von drinnen geschossen wurde.

Dann hören die Möglichkeiten schon fast auf. Dann mussten die Leute draußen bleiben. Das tat mir zwar leid, aber es war nicht unsere Schuld.

Diskussionsintensiv war auch ein älterer Herr. Der hatte seine Frau wohl vor dem Saal raus gelassen und dann einen Parkplatz gesucht. Nun hatte die Frau die Tickets und war drinnen schon fleißig am Feiern.

Er konnte und wollte nicht verstehen das ich ihn ohne Ticket nun nicht reinlassen wĂĽrde.
Vor allem sind es wir Schuld und die Bösen!

Dann soll ich seine Frau ausrufen …….
Ähmmmm…
3800 Personen auf einem Karnevalskonzert und ich lasse Frau XY ausrufen ….

2014302020025

Ja, dann soll ich mit ihm jetzt gefälligst rein gehen und seine Frau suchen.
Aha, zwischen 3800 verkleideten Jecken im halbdunkeln …..

Er musste warten. Bis seine Frau sich irgendwann erinnerte das sie doch nicht alleine dahin gekommen war.

Ansonsten war der Abend friedlich an der TĂĽre. Hier und da ein paar Mitmenschen, die mit aller macht rein kommen wollten, aber die lieĂźen sich noch gut vertreiben.

Jeder Gast wurde beim Eintritt abgetastet. Neben den ĂĽblichen Waffen, Essen und Trinken haben wir auch nach Deosprays, Haarsprays und Reizgas gesucht.

Reizgas musste ich nur einer Dame abnehmen, die es sich später dann beim verlassen auch brav wieder abgeholt hat. Jegliche Art von Sprays wurden in der Vergangenheit in Kombination von Alkoholkonsum und Feuerzeug als Gefährliche Waffe genutzt.
Daher haben wir die auch gleich eingesammelt.

Für diese Session war es die letzte Türe und ich bin ehrlich gesagt auch ganz froh drum. Dieses Jahr fand ich es ansträngender als das Jahr davor. Dazu kommt noch das meine Hauptarbeitsstelle mich auch parallel auf trapp gehalten hat. Die letzten Wochen waren echt Ansträngend.

Ich freue mich auf das nächste Wochenende. Da lege ich die Füße hoch und das Telefon bleibt aus!